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Weihnachtsnovene

Zur besonderen liturgischen Gestaltung des Hohen Advents (17. bis 24. Dezember)
gehören die berühmten 0-Antiphonen.
Es sind die sieben Magnificat-Antiphonen in der Woche vor Weihnachten,
die auf das 7. Jahrhundert zurückgehen. In ihnen wird Jesus Christus
unter sieben Titeln angerufen, die dem Messias im Alten Bund gegeben wurden.
Dann schließt sich jeweils eine flehentliche Bitte um sein Kommen an.

Die vorliegende Form der Weihnachtsnovene hat eine besondere Geschichte:
Am 16. Dezember 1945 hatten Mitglieder der Steyler Missionare eine
vorweihnachtliche Novene aus ihrer Ordenstradition in den Tagesablauf
eines französischen Kriegsgefangenenlager in Chartres eingeführt.
Von 1945 bis 1947 waren dort auch Theologiestudenten und -dozenten aus
verschiedenen Ordensgemeinschaften und Diözesen untergebracht.
Da Gebetbücher und Papier Mangelware waren, mussten die Ordensleute und
Seminaristen alle Texte und Gesänge aus ihrem Gedächtnis vortragen.
Nachdem dieses Gefangenenlager aufgelöst worden war, kehrten die Alumnen in ihre
Ordenshäuser bzw. Heimatdiözesen zurück.
Zehn dieser Studenten waren auch aus dem Bistum Mainz.
Die Weihnachtsnovene hat die Heimkehrer so sehr bewegt,
dass sie den damaligen Regens und die Hausgemeinschaft davon überzeugen konnten,
diese liturgische Tradition auch im Priesterseminar fortzuführen.
So fand die Weihnachtsnovene dort zum ersten Mal vom 16. bis 24. Dezember 1947 statt
und wird seitdem jedes Jahr gebetet.