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Die Kirche und das liebe Geld

GeldDer  Mythos von der „reichen Kirche“ hat sich in vielen Köpfen festgesetzt, auch in katholischen. Tatsächlich ist die katholische Kirche in Deutschland nicht „arm“. Die Internetseite Documentazione.info erstellte eine interessante Dokumentation darüber, was die katholische Kirche ihrem  Geld macht. Der Großteil der kirchlichen Aktivitäten kommt  der Allgemeinheit zugute. Die Leistungen im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen sind weltweit so immens, daß sie gar nicht in Zahlen ausgedrückt werden können. Im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar sind die Leistungen für die Allgemeinheit, die von den Ehrenamtlichen erbracht wird. Die Kirche hilft durch Tausende von kleinen, großen und internationalen Initiativen häufig dort, wo sonst niemand hilft.

Einige Zahlen der Dokumentation aus dem nichtdeutschen Sprachraum sind sehr aufschlussreich und sollten vor allem die lesen, die gern vorwurfsvoll von der „reichen Kirche“ reden.

Jedes Jahr veröffentlicht der Vatikan seine Abschlussbilanz, die veröffentlicht wird und von jedem eingesehen werden kann. Im Haushaltsjahr 2009 beliefen sich die Einnahmen auf rund 250 Millionen Euro, die Ausgaben auf etwa 254 Millionen, also ein Minus von vier Millionen. 2011 konnte hingegen ein Überschuss von 15 Millionen verzeichnet werden.  Die Universität von Harvard (USA) mit  20.000 Studenten verfügt über ein Jahresbudget von 3,7 Milliarden Dollar, also elf Mal so viel wie der Gesamthaushalt des Vatikans.
Die italienische Präsidialkanzlei kostet mit 235 Millionen Euro so viel wie die gesamte Leitung der katholischen Weltkirche  mit 1,2 Milliarden Gläubigen.

In den USA (und das gilt für die viele Staaten der Erde) ist die katholische Kirche laut Economist die größte Hilfsorganisation des Landes In dem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ sind zwar nur ca. 25% Katholiken und dort  gibt es 630 katholische Krankenhäuser, das sind elf Prozent aller Krankenhäuser sowie mehr als 6800 katholische Schulen und 244 Colleges und Universitäten. Allein die katholischen Hilfseinrichtungen geben mehr als 65.000 Menschen Arbeit und helfen jährlich mehr als zehn Millionen US-Bürgern. Die katholische Kirche gab allein im Jahr 2010 in den USA mehr als 4,7 Milliarden Dollar für die Armenfürsorge aus.

In Italien gibt es ein freiwilliges Kirchensteuerwesen. Auch hier gibt die Kirche mehr Geld aus, als sie bekommt. Sie erhält über das staatlich geregelte Steuerwesen von ihren Gläubigen jährlich etwa eine Milliarde Euro, gibt aber mindestens elf Milliarden für die Allgemeinheit an Geld und Dienstleistungen aus. Gut 70 Prozent des gesamten künstlerisches Reichtums Italiens  ist die  Sakralkunst (Kirchen, Klöster, Gemälde, Fresken). Von 95.000 Kirchen gelten mehr als 85.000 als Kulturgüter.

Obwohl „nur“ 16 Prozent der Weltbevölkerung katholisch sind, garantiert die katholische Kirche laut Angaben der UNO 26 Prozent der gesamten Gesundheitsversorgung der Welt.
Caritas International  (neben den nationalen und diözesanen Caritaseinrichtungen) half 2011 mit ihrer internationalen Notfallhilfe bei  Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten mehr als zwei Millionen Menschen mit 1,3 Milliarden Euro und weiteren 600 Millionen für die Armutsbekämpfung. Nicht einmal die Hälfte davon wird ihr von internationalen Institutionen zur Verfügung gestellt. Der Großteil wird durch Privatspenden aufgebracht. Das Generalsekretariat der Caritas, einer Hilfseinrichtung mit Sitz im Vatikan, koordiniert Hilfsleistungen für ein Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro im Jahr.